„Opa, bitte komm mich abholen“: True-Crime-Podcast „Mordlust“ greift Vermisstenfall Felix Heger auf

Kinderfoto des vermissten Felix Heger neben einer Rekonstruktion seines möglichen Aussehens als junger Erwachsener
Links ist ein Kinderfoto von Felix Heger zu sehen, rechts eine computergestützte Altersrekonstruktion. Sie zeigt eine mögliche Erscheinung als junger Erwachsener und ist kein aktuelles Foto. Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise zum Vermisstenfall.

(mb – 23.09.26) Oftersheim. Die neue Folge des reichweitenstarken Podcasts rückt einen der rätselhaftesten Vermisstenfälle Deutschlands erneut in den Fokus. Seit mehr als 20 Jahren fehlt von dem Jungen aus Oftersheim jede Spur.

Seit Januar 2006 wird Felix Heger vermisst. Nun erhält der bis heute ungeklärte Fall aus Schwetzingen und Oftersheim erneut bundesweite Aufmerksamkeit: Die Journalistinnen Paulina Krasa und Laura Wohlers widmen die aktuelle Folge ihres True-Crime-Podcasts „Mordlust – Verbrechen und ihre Hintergründe“ dem Verschwinden des damals zweieinhalbjährigen Jungen.

Die am 23. September 2026 veröffentlichte Folge trägt den Titel „#252 Opa, bitte komm mich abholen“. Dieser geht auf einen bewegenden Anruf zurück, von dem Felix’ Großvater Johann berichtet: Am Tag, an dem Felix von seinem Vater zu einem gemeinsamen Wochenende abgeholt wurde, soll der Junge seinen Großvater weinend gebeten haben, ihn wieder abzuholen.

Wo ist Felix?

Zwei Tage später wurde Felix nicht wie vereinbart zu seiner Mutter zurückgebracht. Sein Vater Michael Heger wurde einige Wochen danach tot in einem Waldgebiet beim Wiedenfelsen zwischen Bühlertal und Sand aufgefunden. Von Felix fehlt dagegen bis heute jede gesicherte Spur. Die Polizei führt ihn weiterhin als vermisst und betont, dass der Fall nicht abgeschlossen ist.

Felix wurde am 8. April 2003 in Schwetzingen geboren. Heute wäre er 23 Jahre alt. Was nach dem gemeinsamen Wochenende mit seinem Vater geschah und wo sich Felix befindet, gehört weiterhin zu den großen offenen Fragen des Falles.

In der rund einstündigen Podcastfolge rekonstruieren Paulina Krasa und Laura Wohlers die damaligen Ermittlungen, beleuchten unterschiedliche Theorien und erzählen von der jahrzehntelangen Suche der Großeltern Johann und Maria Schmitz. Für sie ist die Aufklärung des Schicksals ihres Enkels längst zur Lebensaufgabe geworden.

Belohnung: 75.000 Euro

Die Familie und die Privatinitiative Felix-Info haben auf der Internetseite www.felix-info.net zahlreiche Informationen, Bilder und Dokumente zum Fall zusammengetragen. Dort ist auch ein rekonstruiertes Bild veröffentlicht, das zeigen soll, wie Felix im Jahr 2022 ausgesehen haben könnte. Für den entscheidenden Hinweis, durch den Felix gefunden wird, ist über den Verein Vermisster Kinder eine Belohnung in Höhe von 75.000 Euro ausgelobt.

Dass sich „Mordlust“ dem Fall nun ausführlich widmet, kann der Suche neue Aufmerksamkeit verschaffen. Möglicherweise erinnert sich jemand an eine Beobachtung, ein Gespräch oder einen zunächst unbedeutend erscheinenden Hinweis. Auch nach mehr als 20 Jahren kann eine einzelne Information entscheidend sein.

Wer Felix seit seinem Verschwinden gesehen hat oder Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen kann, wird gebeten, sich an das Polizeipräsidium Mannheim zu wenden:

Polizeipräsidium Mannheim, Kriminalkommissariat
L 6, 1 / 68161 Mannheim
Telefon: 0621 174-0
E-Mail: mannheim.pp@polizei.bwl.de

Hinweise können außerdem bei jeder anderen Polizeidienststelle abgegeben werden. Die Privatinitiative und die Familie sind unter info@felix-info.net erreichbar.

Die Podcastfolge „#252 Opa, bitte komm mich abholen“ ist auf RTL+ und den gängigen Podcastplattformen abrufbar.

Inhaltshinweis: In der Folge wird unter anderem das Thema Suizid behandelt.

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