
Eppelheim. Dienst am Gemeinwohl – das leisten viele tausend ehrenamtlich Aktive im Deutschen Roten Kreuz (DRK) in ganz Deutschland. Der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Sturm besuchte den DRK-Ortsverein Eppelheim in den neuen Räumlichkeiten, um sich vor Ort mit den Verantwortlichen über aktuelle Themen auszutauschen. Begleitet wurde Sturm dabei vom Vorsitzenden der CDU Eppelheim und Stadtrat Volker Wiegand.
Im Dialog mit dem Vorsitzenden des DRK Eppelheim, Dirk Schuhmacher, und Bereitschaftsleiter Jens Hilger ging es unter anderem um den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, bei dem auch das DRK einen wichtigen Beitrag leiste. Wichtig sei zunächst eine gute Ausstattung vor Ort mit Einsatzfahrzeugen, so Schuhmacher. Und hier leiste Baden-Württemberg bereits viel.
Dennoch müsse sich das Land noch besser auf den Ernstfall bei verschiedenen Katastrophenszenarien vorbereiten. Wichtig seien klare Abläufe und Zuständigkeiten, die in regelmäßigen Übungen wie dem bundesweiten Warntag trainiert werden müssten. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger könnten einen Beitrag leisten und sich nach den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf einen Ernstfall vorbereiten. Die Gesellschaft müsse sich insgesamt resilienter aufstellen, betonte auch der Abgeordnete. Das beginne schon in der Schule, so Sturm.
Rund 1.000 DRK-Mitglieder in Eppelheim
Hilger berichtete auch von den insgesamt drei Einsätzen des DRK Eppelheim bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021. Die Eindrücke aus dem Katastrophengebiet hätten sich bei den Aktiven nachdrücklich eingebrannt. Wichtig sei es, aus solchen Ereignissen zu lernen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.
Am Gespräch nahmen auch die DRK-Mitglieder Dieter Hölzel und Klaus Puttler teil. Hölzel, der seit 1955 Mitglied ist, war selbst 25 Jahre Vorsitzender des DRK Eppelheim und ist heute noch im hohen Alter ein Aktivposten des Ortsvereins. Insgesamt gebe es in Eppelheim rund 1.000 DRK-Mitglieder.
„Das zeigt die tiefe Verwurzelung in der Gesellschaft“, so Schuhmacher. Neben dem Bevölkerungs- und Katastrophenschutz organisiere das DRK regelmäßige Blutspendeaktionen sowie Erste-Hilfe-Kurse, leiste Sanitätsdienste bei Veranstaltungen und unterstütze mit dem First-Responder-System Feuerwehr und Rettungsdienst in der Region.
„Die Aktiven im DRK sind Lebensretter im Ehrenamt. Für diese wichtige Arbeit im Dienst der Gesellschaft haben sie noch mehr Wertschätzung und Respekt verdient. Wir sind in Baden-Württemberg Ehrenamtsland und wollen das Ehrenamt auch in Zukunft noch stärker unterstützen“, betonte Sturm zum Abschluss und dankte allen Ehrenamtlichen für das Engagement. (Text/Foto: Nils Melkus)