Schwetzingen: Junge Union will Jugendbeirat wiederbeleben und längere GO-IN-Öffnungszeiten

Die JU Schwetzingen nutzte ihr offenes Minigolfturnier auf der Anlage „Gartengolf“ auch zum Austausch über Jugendbeteiligung und die Öffnungszeiten des GO IN.
Schwetzingen. Bei bestem Frühlingswetter traf sich die Junge Union (JU) Schwetzingen zum offenen Minigolfturnier auf der Anlage „Gartengolf“. Neben dem sportlichen Wettkampf und dem persönlichen Austausch standen am Rand der Bahnen vor allem die Themen Jugendbeteiligung und Öffnungszeiten des Jugendzentrums GO IN im Fokus.
Einerseits lobten die Teilnehmer die positiven Entwicklungen in der städtischen Jugendarbeit sowie die Tatsache, dass immer mehr Jugendliche die Angebote des GO IN in Anspruch nehmen. Andererseits gebe es bei der politischen Partizipation noch deutlichen Nachholbedarf. Ziel müsse es sein, auch junge Menschen außerhalb der bisherigen Strukturen des GO IN zu erreichen.
„Jugendbeteiligung darf kein Lippenbekenntnis sein“
„Die politische Beteiligung junger Menschen ist kein ‚Nice-to-have‘, sie ist vielmehr in der Gemeindeordnung Baden-Württembergs fest verankert und vorgeschrieben“, betont der JU-Ortsvorsitzende und Stadtrat Nils Melkus. Um jungen Menschen eine dauerhafte Stimme gegenüber der Verwaltung und dem Gemeinderat zu geben, regt die JU an, politische Jugendarbeit wieder stärker zu institutionalisieren. Melkus schlägt hierfür die Reaktivierung des Jugendbeirats vor.
Ein weiteres wichtiges Anliegen der Anwesenden war die Nutzung der Außenanlage des GO IN. Hierbei unterstützt die JU den Wunsch, der schon im letzten Jahr auf dem Jugendforum klar geäußert wurde, den Außenbereich in den Frühlings- und Sommermonaten bis 21 Uhr sowie auch an Sonntagen zu öffnen.
Wer wolle, dass Jugendliche sich mehr bewegen und nicht nur zu Hause vor dem Smartphone oder Tablet sitzen, der müsse auch für entsprechende Angebote und Freiräume sorgen. Dass spielende Kinder und Jugendliche teilweise als „Lärm“ deklariert werden, stieß bei den Teilnehmern des Turniers auf Unverständnis.
„Wer möchte, dass sich die junge Generation mehr beteiligt und auch mehr bewegt, der muss auch dafür sorgen, dass sie diese Freiräume zur Entfaltung hat. Wir als Junge Union werden bei diesen Themen hartnäckig bleiben“, verspricht der JU-Vorsitzende.
(Text: Ruben Meenenga / Foto: Junge Union Schwetzingen)
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