„Euro-Krise“: Dirk Müller und René Repasi beleuchteten Aussichten und Optionen

51F - Eurokrise 3(fwu – 8.4.14) „Euro-Krise und kein Ende. Das kann doch niemand mehr hören!“, so die heimliche Befürchtung von MdL Rosa Grünstein, die gemeinsam mit dem SPD Ortsverband Hockenheim zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit den Referenten Dirk Müller („Mr. Dax“) und René Repasi (Europakandidat SPD) nach Hockenheim eingelanden hatten. Sei es das Thema oder seien es die Referenten: Grünsteins Befürchtungen schienen sich bis 20 Minuten vor Beginn der Veranstaltung noch zu bestätigen, das Nebenzimmer des Restaurants Rondeau in der Stadthalle schien überdimensioniert. Doch binnen weiterer 10 Minuten strömten dann fast 100 Zuhörerinnen und Zuhörer hinein, kein Platz blieb leer und zusätzliche Stühle mussten herbeigeholt werden. Thema und Referenten „zogen“ offensichtlich!

51F - Eurokrise 1 - Ingrid von Trümbach-ZofkaNach einer kurzen Begrüßung durch die SPD-Ortsvorsitzende Ingrid von Trümbach-Zofka stellte Rosa Grünstein das Thema und die Referenten dem Publikum vor und übergab sodann das Wort an „Mr. Dax“ Müller, der als ehemaliger Dt. Bank Börsianer heute als unabhängiger Finanzexperte, Buchautor und Politikberater tätig ist. Müller zeigte auf, daß die Eurokrise nur künstlich und mit vielen Bilanztricks für den Moment unter der Decke gehalten wird, um bei den anstehenden Europawahlen Euro-kritischen Parteien keinen Anschub zu geben. Alle Indikatoren stünden auf „rot“ und die Krise werde unzweifelhaft zurückkehren. Es dürfe daher keine Denk- oder Diskussionsverbote geben, um Auswege aus dem Euro-Dilemma zu finden.

51F - Eurokrise 2Europakandidat René Repasi (SPD) zeigte in seinem Vortrag auf, welche unterschiedlichen Probleme das Wirken des „freien Marktes“ beispielsweiese in den Euro-Krisenländern Spanien, Portugal und Irland verursacht hat und forderte als Konseqzenz daraus eine stärke Regulierung und Reglementierung der aus den Fugen geratenen Marktkräfte und entsprechend mehr Kompetenz für den Gesetzgeber in Brüssel. Man könne das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen und Europa und den Euro zur Disposition stellen.

51F - Eurokrise 4 - Dirk MüllerMüller stellt den gemeinsamen Konsenz mit Repasis Forderungen heraus, brachte aber eine „verrückte Idee“ in’s Spiel: Den Euro behalten und zusätzlich nationale Währungen einführen! Dieses Modell sei zu Zeiten des ECU bereits erfolgreich gewesen und könne wieder verwendet werden. Außerdem sollte man mit erheblichen Investitionen der privaten Hand Europa zum modernsten Kontinent der Welt machen. Das sei besser als privates Vermögen fiskal abzuschöpfen und somit zu vernichten.

An die Ausführungen der Referenten fügte sich eine intensive Diskussionsrunde an, in der aus dem Publikum Fragen an die Referenten gestellt werden konnten.

Der sehr gute Besuch der Veranstaltung und die aktive Teilnahme der Besucher in der Diskussion bewiesen, daß das Thema „Eurokrise“ in den Gedanken der Bürgerinnen und Bürger noch lange nicht vom Tisch ist, auch wenn momentan ein „Mantel des Schweigens“ darüber liegt. Der SPD Hockenheim und Rosa Grünstein gebührt Dank, sich dieses heißen Themas trotz der beginnenden Wahlkampfzeiten aufgegriffen zu haben.

 

 

 

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