Vom bitteren Wahlabend ins Kabinett: Moritz Oppelt wird Justizminister

Auch ein starkes Signal für die Rhein-Neckar-Region: Moritz Oppelt aus Neckargemünd wird Minister der Justiz und der Migration. (Foto: Fischer)
(mb – 12.05.26) Der CDU-Politiker Moritz Oppelt aus Neckargemünd soll Justiz- und Migrationsminister in Baden-Württemberg werden. Für ihn ein beeindruckender Karrieresprung und für unsere Region ein starkes Signal.
Vor gut einem Jahr sah es für Moritz Oppelt noch richtig bitter aus: Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 gewann der CDU-Mann zum zweiten Mal das Direktmandat im Wahlkreis Rhein-Neckar – und zog dennoch nicht in den Bundestag ein. Das von der damaligen Ampel-Regierung verabschiedete neue Wahlrecht hatte ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Jetzt folgt das starke Comeback: Der 37-Jährige aus Neckargemünd soll in der neuen Regierung unter Ministerpräsident Cem Özdemir Justiz- und Migrationsminister werden.
Beruflich passt das Ressort perfekt. Der gebürtige Heidelberger hat in Mannheim BWL und Jura studiert, beide Staatsexamina abgelegt und anschließend in der baden-württembergischen Finanzverwaltung gearbeitet. Nach seiner Bundestagszeit von 2021 bis 2025 war er als Rechtsanwalt in einer großen Mannheimer Kanzlei tätig.
Justiz und Migration sind anspruchsvolle Aufgabenfelder. Es geht um Rechtsstaat, Gerichte, Integration und Rückführungen – Bereiche, in denen klare Haltung und echte Fachkompetenz gefragt sind. Genau das bringt Oppelt mit.
In der CDU gilt er als bestens vernetzt, standfest und fachlich stark. Er ist seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv, führte die Junge Union Nordbaden und steht seit 2021 an der Spitze der CDU Nordbaden.
Familienmensch aus Neckargemünd
Privat ist er tief in Neckargemünd verwurzelt. Als ältester von fünf Geschwistern dort aufgewachsen, verheiratet und mittlerweile Vater von drei Kindern. Das jüngste kam erst vergangene Woche zur Welt. Trotz aller Politik bleibt er vor allem eins: ein geerdeter Familienmensch.
Für die gesamte Rhein-Neckar-Region ist seine Berufung ein tolles Signal. Nordbaden hat künftig einen eigenen Minister in Stuttgart – und zwischen Schwetzingen und Neckargemünd liegen gerade einmal 25 Kilometer.
Oppelts Weg zeigt vor allem eines: In der Politik kann sich alles ganz schnell drehen und aus großem Frust wird plötzlich eine riesige Chance. (Text: Matthias Busse / Foto: Christine Fischer)
INFO: Der Landtag von Baden-Württemberg hat sich am heutigen Dienstag konstituiert. Am morgigen Mittwoch, 13. Mai 2026 wählt der Landtag den Ministerpräsidenten. In der dritten Sitzung werden dann die Ministerinnen und Minister bekanntgegeben und die Landesregierung vereidigt.
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