PLA: TSG Handball – Umkämpftes Derby endet unentschieden

1. Mannschaft: Punkteteilung in Eppelheim

Es war, vorsichtig ausgedrückt, eine nicht gerade hochklassige Begegnung, die sich die TSG Eintracht Plankstadt und der TV Eppelheim am Samstagabend lieferten. Dafür hielt das Spiel alles bereit, was ein echtes Derby ausmacht: Leidenschaft und Emotionen von beiden Seiten und Spannung bis in die Schlusssekunden. Der 20:20 (11:12) – Endstand geht durchaus in Ordnung.

Von Anfang an entwickelte sich eine torarme, von den beiden Abwehrreihen geprägte Partie. Erst nach anderthalb Minuten fiel das erste Tor, Julian Maier brachte Plankstadt mit 0:1 in Front. Eppelheim glich durch Kreisläufer Simon Stroh aus, der ehemalige Plänkschder Alexander Huckele traf zum 2:1 (5.). Auf Seiten der TSG Eintracht prägte vor allem Maier den Beginn des Spiels, die ersten drei Treffer gingen allesamt auf sein Konto (3:3/ 8.). Inzwischen hatte auch die Plankstädter Bank eine frühe gelbe Karte kassiert (6.), allgemein griffen die Schiedsrichter die gesamte Spieldauer über rigoros durch und verteilten in einer zwar harten, aber doch größtenteils fair geführten Partie insgesamt 14 Zeitstrafen.

Nachdem Dominic Stadler per Konter das 3:5 erzielt hatte (11.), kamen im Gästeblock die ersten leichten Hoffnungen auf, sich etwas absetzen zu können, doch diese wurden mehr oder weniger im Keim erstickt (5:5/ 13.). Bis zur 23. Minute dann immer das gleich Bild: Plankstadt legte ein Tor vor, Eppelheim glich umgehend wieder aus (8:8). Dann übernahmen die Gastgeber kurzzeitig die Führung – diese hatte aber nur kurz Bestand, Björn Koffeman, der für den erkrankten Timo Munz heute die vakante Rechtsaußen-Position übernommen hatte, düpierte TVE-Keeper Niclas Brendel mit einem Wurf ins kurze Eck (9:9/ 25.). In der Folge erzielte Rückraum-Shooter Tobias Pristl drei Treffer in Folge, sorgte so für den Halbzeitstand von 11:12.

Axel Schöffel eröffnete die zweite Halbzeit und erzielte einen erneuten zwei-Tore-Vorsprung (11:13/ 31.), kassierte aber wenige Augenblicke später seine zweite Zeitstrafe, was die Gastgeber zum Ausgleich nutzten (13:13/ 36.). Auch weiterhin hagelte es zwei-Minuten-Strafen, was auch dazu beitrug, dass die beiden Mannschaften sich im Angriffsspiel enorm schwertaten. Erneut Schöffel brachte seine Farben in Front, Eppelheim zog durch seinen besten Angreifer Christopher Föhr (6 Tore) nach. Im Anschluss durfte sich Plankstadt bei seinen Torhütern Bodenseh und Treiber bedanken, die drei „Hundertprozentige“ entschärften (zwei frei Würfe von Sechsmeter und ein Siebenmeter) und so eine TVE-Führung verhinderten.

Nicolas Großhans sorgte nach seiner Einwechslung für etwas mehr Schwung im Angriff der Wölfe und traf zum 14:15, Spielmacher Timm Kemptner legte nach. Kemptner war es dann auch, der die nächste Progression absitzen musste, Föhr und Stotz sorgten für das 16:16 (49.). Zwei Tore von Maximilian Denne in der 51. Minute brachten Plankstadt wieder einen zwei-Tore-Abstand, doch auch dieser konnte nicht genutzt werden. Eppelheim kann, unterstützt durch eine erneute Plankstadter Unterzahl, zum Ausgleich, übernahm dann sogar nach Treffern von Routinier Sebastian Scheffzek und Föhr die Führung (20:18/ 57.). Das Wolfsrudel zog durch Stadler und Koffeman nach (20:20/ 58.).

In der letzten Minute war zunächst Plankstadt am Ball, verlor diesen aber durch ein Stürmerfoul. TVE-Coach Robin Erb zog seine Auszeit, doch die Schiedsrichter zeigten früh Zeitspiel an, wodurch Eppelheim nur zu einem laschen Abschluss kam. So war das Wolfsrudel etwa 30 Sekunden vor Schluss nochmals in Ballbesitz und auch Gästetrainer Niels Eichhorn konnte in einer Auszeit letzte Anweisungen geben. Allerdings entschieden die Unparteiischen auch hier nach nicht einmal 15 Sekunden auf passives Spiel, der letzte Wurf durch Großhans verfehlte sein Ziel knapp.

Die Punkteteilung geht in Ordnung, Plankstadt kann angesichts des Rückstands drei Minuten vor Ende froh sein, die Partie nicht verloren zu haben. Dass es nicht zu mehr gereicht hat, lag in erster Linie am heute außergewöhnlich schwachen Offensivspiel, über die gesamte Spieldauer fand die TSG Eintracht kaum Lösungen gegen die TVE-Deckung. Sicherlich spielt hier auch das Fehlen von Mittelmann Dario Tokur eine Rolle, sollte aber keine Ausrede sein. Mehrfach konnten die Wölfe ein zwei-Tore-Polster nicht ausbauen, Eppelheim kam immer wieder zum Ausgleich, zudem machte man sich selbst durch technische Fehler das Leben schwer. Beide Mannschaften lieferten sich aber einen tollen Fight, an Einstellung mangelte es definitiv nicht!

Kommenden Samstag (18 Uhr) steht der erste Heimauftritt im Jahr 2018 an, wenn die Wölfe den TSVG Malsch empfangen.

TSG Eintracht: Treiber, Bodenseh; T. Pristl (5), Maier (3), R. Verclas, Koffeman (2), Großhans (1), A. Schöffel (3), Mag. Verclas, Stadler (2), Denne (3/1), Kemptner (1), N. Schöffel

nt

 

Quelle: TSG Plankstadt

 

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