Asiatische Tigermücke soll intensiv bekämpft werden

Bildquelle: Wikimedia Commons / James Gathany

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist seit Jahrzehnten durch globale Handels- und Verkehrsrouten weltweit verschleppt worden. In den vergangenen Jahren wurde die auffällig schwarz-weiß gemusterte Stechmückenart auch mehrfach in Heidelberg nachgewiesen.

Da die Asiatische Tigermücke eine sehr aggressive Stechmückenart ist, werden die Bestände im Stadtgebiet im Jahresverlauf nun intensiv bekämpft. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises und die Stadt Heidelberg bitten dabei auch die Bevölkerung um Mithilfe.

Population in Heidelberg nachgewiesen

Ende 2015 wurde ein Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in einem Areal zwischen dem Siedlungsbereich Ochsenkopf (Stadtteil Wieblingen) über die Kleingartenanlage (In den 12 Morgen) bis zum Siedlungsbereich Wellengewann (Stadtteil Pfaffengrund) entdeckt. Es umfasst eine Fläche von rund 18 Hektar. 2017 wurde eine weitere Population im Stadtteil Handschuhsheim nachgewiesen, deren gesamte Ausdehnung noch nicht vollständig erfasst werden konnte.

Aggressive Stechmückenart

Die Asiatische Tigermücke ist eine sehr aggressive Stechmückenart, deren Weibchen auf der Suche nach einer Blutmahlzeit den Menschen auch am hellen Tag hartnäckig verfolgen. So kann es bei hohen Populationsdichten im Bereich menschlicher Siedlungen zu starker Belästigung, Einschränkung des Freizeitverhaltens und zur Verringerung der Lebensqualität kommen. Vor allem in tropischen Bereichen kann die wärmeliebende Art zahlreiche humanmedizinisch relevante Viren auf den Menschen übertragen. Dieses sogenannte Vektorpotential fällt unter den kühleren klimatischen Bedingungen in Deutschland zwar geringer aus, eine Übertragung von Viren durch die Asiatische Tigermücke kann jedoch auch hier nicht ausgeschlossen werden.

Bekämpfungsmaßnahmen erfolgreich

Daher werden im diesem Jahr im Auftrag des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg die Ansiedelungen der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg mit hoher Intensität durch das Institut für Dipterologie (IfD) bekämpft und bestenfalls schon bis Ende 2018 ausgelöscht. Dass eine erfolgreiche Bekämpfung der sehr anpassungsfähigen Stechmückenart möglich ist, zeigt die Auslöschung von kleineren Populationen der Asiatischen Tigermücke im Rhein-Neckar-Kreis und Freiburg durch das IfD. Auch innerhalb des größeren Vorkommen der Asiatischen Tigermücke im Heidelberger Siedlungsbereich Ochsenkopf wurden in den letzten beiden Jahren ebenfalls durch das IfD verschiedene Bekämpfungsmaßnahmen in der Praxis erprobt, was zu einer sehr starken Reduktion der Tigermückenpopulation in den meisten Bereichen geführt hat.

Bevölkerung um Mithilfe gebeten

Jedoch haben die bisherigen Erfahrungen bei der Bekämpfung der Tigermücke gezeigt, dass eine vollständige Auslöschung nur bei Mithilfe und Kooperation der betroffenen Anwohner möglich ist. Daher bitten die Behörden die Bevölkerung, die Bekämpfungsmaßnahmen zu unterstützen und somit die Asiatische Tigermücke aus Heidelberg zu entfernen.

In den Heidelberger Stadtteilen Wieblingen, Pfaffengrund und Bahnstadt werden die Mitarbeiter des IfD ab Ende April direkt mit einer intensiven Bekämpfung der Restbestände der Tigermückenpopulation beginnen. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie auf der folgenden Internetseite:

Regentonnen werden untersucht

In den Stadtteilen Handschuhsheim und Neuenheim wird schon während der Monate Februar bis März 2018 eine Kontrolle von Regentonnen auf Eier der Asiatischen Tigermücke erfolgen, da das gesamte Ausmaß der Tigermückenpopulation in diesen Bereichen bis Ende des Sommers 2017 noch nicht vollständig erfasst werden konnte. Nur dadurch wird es auch in diesen Stadtteilen möglich sein, zielgerichtet und rechtzeitig mit der Bekämpfung im Frühjahr 2018 zu beginnen. Bewohner der Stadtteile Handschuhsheim und Neuenheim können mit dem IfD einen kostenfreien Termin vereinbaren. Bei der Kontrolle werden vorhandene Regentonnen von den Mitarbeitern des IfD ausgebürstet und das gewonnene Substrat im Labor auf Eier der Tigermücke untersucht. Das IfD erhält dadurch wichtige Informationen zur Populationsausdehnung der Tigermücke in den Stadtteilen Handschuhsheim und Neuenheim – und der Bürger oder die Bürgerin eine gründlich gereinigte Regentonne.

Wer eine Kontrolle durch Regentonnenreinigung vereinbaren möchte, kann mit dem IfD über Telefon (01511/1341863), E-Mail ([email protected]) oder über das Online-Kontaktformular auf der Informationsseite (www.heidelberg.tigermuecke.info/Kontrollanfrage.html) in Kontakt treten. 

 

Quelle Text/Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

 

Kurz URL: http://schwetzingen-lokal.de/?p=19092

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