Tückische Influenza

Die Influenza erweist sich in diesem Jahr als besonders tückisch – In der GRN-Klinik Schwetzingen macht sich die diesjährige Grippewelle bemerkbar / Engpässe in Ambulanz und auf Stationen möglich / Tipps zur Prävention

Die diesjährige Grippewelle hat auch Schwetzingen erreicht: Seit vergangener Woche steigt die Zahl von in der GRN-Klinik Schwetzingen stationär oder ambulant behandelten Patienten mit Influenza oder Verdacht auf diese ernst zu nehmende Erkrankung.

Auch das Pflege- und ärztliche Personal ist vermehrt von Grippe oder grippalen Infekten betroffen, so dass es zu verlängerten Wartezeiten in der Notfallambulanz und Engpässen auf einigen Stationen kommen kann. Professor Dr. med. Bernd Waldecker, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin I, bittet daher im Namen aller Kolleginnen und Kollegen um Verständnis und versichert: „Unsere Patienten können sich darauf verlassen, dass wir uns mit allen Kräften für ihre rasche und komplikationslose Genesung einsetzen.“

„Einer der Gründe für das vermehrte Auftreten der Influenza in diesem Jahr ist, dass der in dieser Wintersaison eingesetzte Impfstoff nicht gegen alle derzeit aktiven Grippeviren wirkt“, so Professor Waldecker. Besonders tückisch sei, dass in vielen Fällen als Folgeerkrankung eine Lungenentzündung auftrete, die unbedingt ärztlich behandelt werden muss.

Typischerweise beginnt eine „echte“ Grippe recht plötzlich und geht mit hohem Fieber und großer Erschöpfung einher. Offenbar sind die Symptome der aktuell kursierenden Influenza jedoch nicht so klar von einem harmlosen grippalen Infekt mit moderatem Fieber, Erkältungssymptomen und Gefühlen von Mattigkeit zu unterscheiden. Daher rät der Internist Waldecker, im Zweifelsfall lieber frühzeitig einen Arzt aufzusuchen und die Symptome überprüfen zu lassen. Bei plötzlich auftretendem hohem Fieber und bei immer stärker werdendem Husten oder sogar Luftnot sei der Arztbesuch dringend angeraten.

Wenn die Symptome auf eine schwere Grippeinfektion oder gar eine Lungenentzündung hinweisen, kann insbesondere bei immungeschwächten Menschen eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus nötig sein. „Diese Patienten werden bei uns – auch wenn es sich um unbestätigte Verdachtsfälle handelt – sofort isoliert“, erklärt Annett Walter, Hygienefachkraft der GRN-Klinik Schwetzingen.

Das bedeutet, die Betroffenen werden in Einzelzimmern untergebracht oder sie teilen, sobald man Genaueres über den spezifischen Erreger weiß, das Zimmer mit anderen Patienten, die am gleichen Grippevirus erkrankt sind. Dadurch – und durch vorübergehende Engpässe beim Personal – verringert sich natürlich die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Zimmer.

„Dies kann beispielsweise dazu führen, dass nicht akut lebensnotwendige Eingriffe wie beispielsweise eine Gallen-Operation oder eine geplante Herzkatheter-Untersuchung verschoben werden müssen“, erklärt Professor Waldecker.

Wie kann man sich schützen?

„Um sich vor Ansteckung innerhalb der Familie, bei Freizeitaktivitäten oder auch am Arbeitsplatz zu schützen, genügt es, ein paar simple Hygienemaßnahmen zu befolgen“, erläutert Annett Walter. „Häufiges, mindestens 30 Sekunden langes Händewaschen ist das A und O. Wer husten oder niesen muss, sollte nicht die Hand, sondern die Ellenbeuge vor den Mund halten.

Gebrauchte Taschentücher – seien sie aus Papier oder Stoff – keinesfalls herumliegen lassen, und versuchen, große Menschenansammlungen zu meiden. Auf das Händeschütteln sollte man in der Grippe-Zeit wenn möglich verzichten“, lauten die präventiven Tipps der GRN-Hygienefachkraft.

Für Krankenhausbesuche gilt: Die Hände sollen mit den in der Klinik zur Verfügung gestellten Händedesinfektionsmitteln desinfiziert werden.

Wer selbst schon an grippeähnlichen Symptomen leidet, sollte möglichst auf einen Besuch von Angehörigen in der Klinik verzichten, um die Patienten nicht zusätzlich einer Ansteckungsgefahr auszusetzen.

 

Quelle Text/Foto: GRN Schwetzingen

 

Kurz URL: http://schwetzingen-lokal.de/?p=19070

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