KE: Kindertheater

Die „Zauberbühne“ begeisterte mit der „Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“

„In Afrika ist alles anders!“, ruft Christoph Frank den Kindern im voll besetzten Saal des Ferdinand-Schmid-Hauses zu und stellt sich als Forscher vor, der alle wich­tigen Utensilien in einer Tasche mit sich trägt.

Mit seinem Propellerflugzeug fliegt er über den Dschungel und nimmt die kleinen und großen Zuschauer mit auf eine spannende Reise, die mitten hinein in die Fauna führt: „Alle Tiere, die ich kennen­gelernt habe, können lesen und schrei­ben. Alle – bis auf einen: den Löwen!“, schildert der Forscher geheimnisvoll. Und dann kann das Abenteuer beginnen…

Eingebettet in die Forscher-Episoden, die das Puppenspiel auflockern und Gelegen­heit zu vergnüglichen Fragmenten geben, folgt die Handlung der Buchvorlage von Martin Baltscheit.

Hauptperson ist der wilde, furchtlose Löwe, der sich in eine Löwin verliebt und sofort nur noch einen Wunsch hat: Er möchte sie kennen lernen und küssen! Doch die Löwin ist so sehr in ihr Buch ver­tieft, dass sich der Löwe nicht traut, sie zu stören und stattdessen beschließt, ihr einen Brief zu schreiben – oder besser ge­sagt: schreiben zu lassen!

Außergewöhnliche Instrumente

Christoph Frank setzt die Geschichte fan­tasievoll in Szene. Mit wandelbarer Stim­me erweckt er die Puppen zum Leben und lässt sie gekonnt agieren. Parallel dazu spielt er auch als Person mit: als Forscher und als Postbote. Da Frank Christoph die Kunst des Bauchredens exzellent be­herrscht, kann er die frechen Dialoge zwi­schen Mensch und Tier in hohem Tempo meistern.
Doch nicht nur die Sprache ist bei dieser In­szenierung von Bedeutung, sondern auch die Musik: Mehrere Instrumente kommen zum Einsatz: der bekannte Sound der Gi­tarre ebenso wie fremdartige Klänge, die mit Hilfe von außergewöhnlichen Instru­menten wie Angklung, Brummtopf und Spring Drum zustande kommen.

Perfektes Puppenspiel

„Ich möchte Theater mit allen Sinnen er­lebbar machen und die Kinder nicht nur zum Zusehen, sondern auch zum Zuhö­ren und Mitmachen animieren“, erzählt Christoph Frank, ausgebildeter Erzieher und Heilerziehungspfleger, der im Jahr 1994 sein Hobby – das Puppenspielen – zum Beruf machte und die „Zauberbühne“ gründete. Seine Puppen fertigt er fast alle selbst an, nur bei diesem Stück entschied er sich, die Plüschtiere zu kaufen und für seine Geschichte entsprechend abzuän­dern. Die Handpuppen sind treffend ge­wählt und bieten alles, was Kinderherzen höher schlagen lässt. Und wenn Christoph Frank mit ihnen spielt, sie klettern, rennen, hüpfen, reden und schreiben lässt, dann erobern die tierischen Freunde ihr Publi­kum im Nu.

Individuelle Wünsche

Eigentlich war der Löwe überzeugt davon, dass es ganz einfach wird, den Liebesbrief von einem anderen Tier verfassen zu lassen. Doch es klappt nicht so wie gedacht, denn der Affe schreibt: „Willst du mit mir auf Bäume klet­tern?“ Der Mistkäfer möchte zusammen mit der Löwin Mistkugeln auf dem Kopf balancieren und der Geier träumt davon, mit ihr über den Dschungel zu fliegen.
Und natürlich geschehen auch unvorher­sehbare Ereignisse – wie es im Dschungel eben so ist: Das Nilpferd benutzt Wasser­farben, die verwischen, und die Giraffe kann den Brief nicht zu Ende schreiben, weil das Krokodil hungrig war und den Brief aufgefressen hat.

Liebevolle Details

Tierische Begegnungen, lustige Szenen, Rangeleien und freche Dialoge bilden die Grundlage für die pointierte Darstellung der einzelnen Charaktere. Jedes Detail ist wichtig, auch das Werkzeug, mit dem ge­schrieben wird: Das Nilpferd bevorzugt den Pinsel, der Geier kritzelt mit einer Fe­der, der Mistkäfer nimmt einen Bleistift so groß wie ein Streichholz, während der Stift der Giraffe sieben Meter lang ist.
Doch alle Bemühungen helfen dem Lö­wen nicht: Er hat immer noch keinen Lie­besbrief! Und als die Löwin plötzlich auf­taucht, vergisst der mächtige Löwe sogar das Brüllen… Er bedauert, dass er nicht schreiben kann und erzählt leise, was er gerne in einem Brief formuliert hätte: dass er die Löwin gern hat und dass er mit ihr zusammensein möchte…

Melodisches Happy End

Sehr zur Freude der Kinder ist die Löwin äußerst angetan von den Worten des Lö­wen, und hoch oben in der Baumkrone er­scheint plötzlich ein rotes Herz mit einem L in der Mitte: L wie Löwe und L wie Lie­be… Ein wunderbares Happy End, das mit Musik begleitet wird, das die Kinder mit den von Christoph Frank mitgebrachten Instrumenten mitgestalten dürfen. Eine solch unterhaltsame Inszenierung kann daher nur eines zum Abschluss haben: einen kräftigen Applaus der begeisterten Mädchen und Jungen!

sas

 

Quelle Text/Foto: Gemeinde Ketsch

 

Kurz URL: http://schwetzingen-lokal.de/?p=19081

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