Brühl – Festempfang

Festempfang anlässlich 20 Jahre Partnerschaft mit Dourtenga und 25 Jahre Förderkreis Dourtenga in der Villa Meixner

Brühl, Villa Meixner, 20 Jahre Städtepartnerschaft mit Dourtenga,
v.l.: BM Dr. Ralf Göck, Amand Abgas, Felix Segda, Bareima Savadog und Renate Dvorak, Bild: Lenhardt

Dass lebendige Partnerschaft von unten wächst, dieser Eingangssatz von Bürgermeister Dr. Ralf Göck zu Beginn des Afrikatages, der anlässlich des Doppeljubiläums „20 Jahre Gemeindepartnerschaft Brühl-Dourtenga“ und „25 Jahre Förderkreis Dourtenga“ lief, wurde an dem Wochenende rund um die Villa Meixner unter Beweis gestellt.

Die Partnerschaft mit dem westafrikanischen Dorf in Burkina Faso erwies sich als gut integriert in das örtliche Leben. Schulen und Vereine gestalteten das Programm mit, viele Gäste aus Brühl und der Region kosteten das gute Essen und auch die Ausstellung „Masken und Bilder aus Afrika“ auf zwei Stockwerken im Innern des Brühler Kulturzentrums.

Sein Gruß galt „unseren lieben Gästen aus unserer Partnergemeinde Dourtenga“, dem Bürgermeister und Abgeordneten der burkinischen Nationalversammlung, Armand Abgas, und dem Präsidenten des Jumelage Komitees, Felix Daogo Segda.

Herzlich grüßte Göck auch lokale Prominenz, die Abgeordneten Daniel Born (freitags), Manfred Kern (samstags) und Karl Klein (Sonntag) sowie Gemeinderäte und Ehrenbürger Gerd Stauffer und Gerhard Stratthaus, Pfarrerin Almut Hundhausen-Hübsch und Pfarrer Erwin Bertsch sowie die Rektorinnen Juliane Groß und Dorothea Schmidt-Schulte und Rektor Martin Jendritzki.

Sein Gruß galt allen Besucherinnen und Besuchern, und vor allem den zahlreichen Aktiven in und um den Förderkreis Dourtenga herum, die zwei Tage lang bedienten, und seit 10. September mit Göck zusammen die beiden weitgereisten Gäste betreuten.

Vor 25 Jahren, als der Förderkreis Dourtenga unter dem Namen „Förderkreis Dritte Welt“ gegründet wurde, war der Höhepunkt der ersten Flüchtlingskrise gerade vorbei und es gab muntere Diskussionen darüber, wie man den Nord-Süd-Gegensatz überwinden könnte, der sich darin zeigt, dass Menschen auf der nördlichen Halbkugel besser leben können als auf der südlichen.

„Unsere Lösung in Brühl lautete damals schon: Verbesserung der Lebensverhältnisse dort, um Zukunftsperspektiven der Menschen in ihrem Land, in

ihrer Region zu schaffen. Dies gilt heute umso mehr. Natürlich ist unsere Arbeit nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber wir sehen keine Alternative, wenn Frieden und Wohlstand für möglichst viele Menschen unser Ziel ist“, so Bürgermeister Dr. Ralf Göck. Mit der „Klimapartnerschaft“, die man eingegangen sei, werde deutlich, dass die Welt vor gemeinsamen Aufgaben stehe, „und wir möchten uns gemeinsam auf den Weg machen, hier Maßnahmen zu ergreifen, um der Bevölkerung in unseren beiden Gemeinden Perspektiven zu geben.“ Es gebe keine Alternative zur Zusammenarbeit der Völker.

So wie Göck am Ende seiner Festrede die Partnerschaft zwischen Brühl und Dourtenga hochleben ließ, tat es auch sein Kollege aus Dourtenga, J.R. Armand Abgas. Vorher dankte er jedoch allen Brühler Bürgern, dem Gemeinderat und dem Bürgermeister und den Aktiven des Förderkreises Dourtenga sowie allen Spendern und Paten dafür, was sie in den letzten 20 Jahren für seine Gemeinde getan hätten.

Nachdem Brühl bisher viel in allgemeinbildende Grund- und weiterführende Schulen investiert habe, regte er an, nun ein Berufsbildungszentrum zu errichten, „um unseren jungen Leuten in Gewerbe und Handwerk eine konkrete Perspektive aufzuzeigen und praktische Kenntnisse zu vermitteln“.

Auch der Präsident des Jumelage-Komitees in Dourtenga, Felix Daogo Segda, mit dem der Förderkreis seit Jahren sehr positiv und verlässlich zusammenarbeitet, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Brühler Bürgerschaft. Was Brühl in Sachen Kindergärten und Schulen, Brunnen und Wasserversorgung, Gesundheitsversorgung und Medikamentenlieferung sowie mit vielen hundert Patenschaften für Kinder geleistet habe, sei für die Entwicklung seiner Heimatgemeinde sehr bedeutsam, dankte Segda „aus vollem Herzen“.

Aus Berlin war Wirtschafts- und Handelsrat Boureima P. Savadogo von der Botschaft Burkina Fasos angereist, „um einer der am besten funktionierenden Gemeindepartnerschaften im Lande die Ehre zu erweisen“. Mehrfach entschuldigte er den aktuellen Botschafter, der gerne selber gekommen wäre, weil auch er den Menschen in Brühl für ihr Engagement danken wollte, denn sie hätten das Lebens- und Bildungsniveau in Dourtenga verbessert.

Beeindruckt zeigte sich auch Laurids Nowak von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit in Stuttgart. Brühl arbeite vorbildlich und auf Augenhöhe mit seiner Partnergemeinde zusammen, lobte Nowak und zeigte sich angesichts zahlreicher Besucher und eines vielfältigen Aktionsprogramms auf der Bühne positiv erstaunt darüber, wie gut integriert diese Partnerschaft in der Bevölkerung sei.

Schließlich fand auch Reinhart Klimmt, ehemaliger Ministerpräsident des Saarlandes und Bundesverkehrsminister, der einen Teil seiner Maskensammlung für die Ausstellung in der Villa Meixner zur Verfügung gestellt hatte, lobende Worte für die Eine-Welt-Arbeit in Brühl.

Bei der Finissage der Ausstellung wies er auch darauf hin, wie vielfältig die afrikanische Kultur sei. Ohne die afrikanische Kultur seien weder die abstrakte Kunst noch die Jazz-Musik denkbar.

Auch die Masken mit ihren runden Formen zeigten die auf das Zusammenwirken der Menschen gerichtete Einstellung, die auch durch die großartigen Fotos des früheren Hauptamtsleiters Lothar Ertl aus Dourtenga passend ergänzt wurden, sagten Klimmt und Dr. Göck übereinstimmend.

 

Quelle Text/Foto: Gemeinde Brühl

 

 

 

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